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Organisation:


SFV Schweizerischer Fischereiverband 29 Sektionen

36'300 Mitglieder

KFVBL Kantonaler Fischereiverband Baselland

ca. 1'383 Mitglieder

Fischereivereine an der Birs, am Rhein, der Ergolz, der Frenke und im Oberbaselbiet

Informationen

Die Vereine des KFVBL betreuen ca. 80% aller Baselbieter Fliessgewässer. Alle Pächter zusammen bezahlen an die Gemeinden in Baselland jährlich Fr. 148'000.­ Pachtzinsen und sind vertraglich verpflichtet jährlich 110'550 Stk. (Fr. 55'000.-) Forellensömmerlinge in unsere Flüsse und Bäche einzusetzen Immer mehr wird die ökologische fischereiliche Bewirtschaftung nach erfolgter Bonitierung der Gewässer, mit wild aufgezogenen Forellen, angestrebt.  

 

Brut- und Aufzuchtanlagen

Fischbrutanlagen in Zwingen (Schälloch) und Aufzuchtanlagen an der Ergolz, der Birs, im Dalbe-Dych. 25 Bäche (ca. 35 km) im Baselbiet in denen nicht gefischt, sondern die als Aufzuchtbäche genutzt werden. Für diese wichtige Aufgabe zur Erhaltung des Lebens in unseren Fliessgewässern werden unentgeltlich durch die Fischer jährlich ca. 3000 Arbeitsstunden geleistet.

«Bachputzete» (Hege und Pflege)

In den meisten der 10 Vereinen sind bis 10 Fronarbeitsstunden pro Jahr eine der Bedingungen zum Erhalt einer Fischerkarte. Diese Arbeitsstunden werden zum grössten Teil für die Reinigung unserer Gewässer von Wohlstandsmüll gebraucht. Wer einmal dabei war, weiss, dass jährlich containerweise Plastik, Büchsen, Velos, Bettfedern u. a. m. aus den Gewässern ent­fernt werden. Wir fühlen uns verpflichtet diese Dienstleistung, der Natur und der Bevölkerung unse­res Kantons zuliebe, auszuführen. Für «Bachputzete» werden jährlich über 1500 Arbeitsstunden geleistet.

Schonmassnahmen

Die Fischbestände an den Seitengewässern des Rheins werden seit über 25 Jahren im Kanton Basel­land bewusst geschont. Selbstverständlich wird ohne Widerhaken gefischt und das Forellenschonmass, welches gesetzlich bei 22 cm Länge festgelegt ist, wurde freiwillig von den Fischern auf 26 cm gesetzt. Von Mitte Oktober bis Ende Februar ist jeweils Schonzeit für die Forellen. Im Durchschnitt gehen die Baselbieter Fischer 8 x jährlich fischen und behändigen im Durchschnitt jährlich 8 Fische! ! ! ! Jeder Fischer hat eine Statistik auszufüllen. Die Fischer setzen ein Mehrfaches an Fischen ein, als sie selbst den Gewässern entnehmen.

Kontrollen am Gewässer

Alle Vereine bilden freiwillige Kontrolleure aus, welche nicht nur das waidgerechte Fischen ihrer Kollegen überprüfen, sondern auch die Wasser­qualität und die Kanalisationseinläufe an den Bächen kontrollieren. Ebenfalls engagieren wir uns für die Funktionsfähigkeit der Fischpässe. Für diese Tätigkeiten wenden die Fischer gegen 800 Std.IJ. auf.

Aus- und Weiterbildung

In den Vereinen erhalten nur Fischer ein Patent, welche die schweizerische Fischerprüfung erfolgreich abgeschlossen haben. Jährliche Jungfischerkurse, Göttis, welche Jungfischer am Bach begleiten, und Jungfischertage werden in den Vereinen kostenlos durchgeführt. Pro Jahr profitieren ca. 80 junge und Junggebliebene Leute von diesen Dienstleistungen. Daneben haben wir in der Vergangenheit viele Ausbildungs- Tagungen durchgeführt, um die kompli­zierten Zusammenhänge der festgestellten wesent­lichen Rückgänge der Fischbestände besser verste­hen zu können und die Bewirtschaftung der Fisch­gewässer den aktuellen Situationen anzupassen.

Revitalisierungen

Bereits vor 1977 haben die Fischer begonnen, Teilstrecken an der Birs und der Ergolz zu revitalisieren. 1986 wurden an der Birs erste Hinterwasser gebaut, um den begradigten Bächen wieder mehr Struktur zu geben. Es folgten viele Projekte im Laufental, an der Ergolz (Schöntal und in Lausen) und in Münchenstein. An der Birs wurden umfangreiche Planungen in Auftrag gegeben. Tausende von Arbeitsstunden und weit über Fr. 100000.- haben die Fischer in diese Revitalisierungs-Initiativen investiert und zusammen mit dem Tiefbauamt des Kantons realisiert. Naturnahe Bachlandschaften verbessern den Erlebnis- und Erholungswert in den wichtigen Naherholungsgebieten in dichtbesiedelten Räumen. Die Wasserqualität wird in solchen Bach­landlandschaften verbessert, weil auch die Selbst­reinigungskraft der Gewässer verbessert wird.

Kulturelle Angebote an die Öffentlichkeit

Bereits 1977 haben wir mit der Ausstellung «Fisch und Fang 77» in Aesch begonnen in der öffentlichkeit für die Fischerei zu werben. Es folgten AussteIlungen in der Mustermesse Basel und in Liestal. Fischpräparate aller schweizerischen Fische können heute noch als Leihgabe im Naturhistorischen Museum Basel besichtigt werden. Viele Veröffentlichungen folgten, zuletzt die vom Kantonalverband Baselland in Zusammenarbeit mit der Verwaltung erarbeiteten Broschüre «Fischerei im Kanton Basel­Landschaft», Grundlagen und Wege zur nachhalti­gen Förderung und Nutzung der Fischbestände. Von den Fischern jährlich organisierte Fischessen in den Gemeinden fördern die Verbundenheit der Fischer mit der Bevölkerung.

Schriften des KFVBL und SFV

•  Aufgaben und Ziele KFVBL (2001)

• Grundlagen und Wege zur nachhaltigen Förderung und Nutzung der Fischbestände (Juni 1999)

• 25 Jahre Kantonaler Fischereiverband Baselland (2003)

• FIPAL, Aufzuchtsgruppe, Instruktion (2003)

• SFV - Richtlinien des Schweizerischen Fischereiverbandes zur fischereilichen Bewirtschaftung der Fliesgewässer (2003) <auch über Internet sfv-fsp.ch abrufbar>

• Ethik - Kodex SFV

• Fischnetz (dem Fischrückgang auf der Spur) (2004)

• Konzept für die "Fischereiliche Bewirtschaftung der Fliessgewässer Baselland" (mit Bonitierung Birs). (2005)

• Entwicklung der Gänsesäger in der Schweiz (www.111er-club.ch, Verfasser: Dr. med. vet. M. Escher, 2005)

Copyright © 2002-2006 Kantonaler Fischereiverband Baselland. Alle Rechte vorbehalten.